Tag 4 - Eine Fahrt ins Blaue
Colle del Nivolet hiess unser heutiges Ziel. Allerdings eine Sackgasse, da die Weiterfahrt auf der Passhöhe verboten ist. Da es sich aber mit 2612 m.ü.M. um einen der höchsten Alpenpässe handelt, wollten wir uns das anschauen. Beim Start in Cesana schien die Sonne. Je weiter wir das Susatal in Richtung Turin befuhren, desto bewölkter wurde es. Bei Almest verliessen wir das Tal Richtung Norden über den Colle del Lys 1311 m.ü.M.
Bei gutem Wetter hätte man sicher eine schöne Aussicht auf Turin und die Poebene gehabt, so aber begnügten wir uns mit dem Studieren von Gedenksteinen und Tafeln. Unsere Italienisch-Kenntnisse waren nicht gerade überwältigend. Dennoch fanden wir heraus dass der Colle eine Gedenkstätte an die gefallenen Soldaten und Partisanen des zweiten Weltkrieges war.
Über kleine Strassen ging es weiter durch das Vorgebirge via Lanzo nach Cuorgne. Unsere Route hatte ich auf dem Computer geplant, ohne zu wissen wie es da aussieht. Und es hat sich wieder einmal gelohnt irgendein kleines Strässchen anzuklicken. So fuhren wir hoch über dem Talboden auf der «Strada Alpette». Ein Strässchen für Erholung Suchende mit einem wunderschönen Picknickplatz mit Kapelle. Bald waren wir wieder im Tal, das uns zum Colle del Nivolet führte.
Der Nivolet liegt im Gebiet des Nationalparks «Gran Paradiso». Und dieses Gebiet verdient diesen Namen. Wunderschöne Bergwelt und wir kamen immer höher und höher, an Seen vorbei, an Schneeresten am Strassenrand und auch Murmeltiere fehlten nicht. Auf dem Col fuhren wir bis zur Abschrankung, die die Abfahrt ins Aostatal verwehrte. Nicht verwunderlich, denn da war nur noch Schotter und die vielen «Offroader» haben vermutlich vor dem Fahrverbot das Ihrige nicht beigetragen diese Strasse offen zu halten. Aber nichts gegen «Offroader», das möchte ich betonen.
Wir hatten einige Zeit in der schönen Bergwelt genossen, darum fuhren wir auf der Autobahn zurück nach Cesana. Im Susatal war es bewölkt, aber in Cesana schien die Sonne. Und es folgte das allabendliche Zeremoniell. Sind noch Fragen?
